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Kapitel 1

Es war kalt. Die Kälte durchdrang seine ledernen Stiefel, fraß sich durch seine Muskeln hindurch bis in seine Knochen. Der pfeifende, eiskalte Wind trieb ihm Schneeflocken entgegen, die gegen seinen Stoffmantel gedrückt wurden und dort, anstatt zu schmelzen eine weiße Schicht bildeten. Mühsam kämpfte er sich durch den tiefen Schnee, einen Fuß bedächtig vor den anderen setzend.

Den Kopf auf den Boden gesenkt, die Augen zum Schutz vor dem Schnee zusammengekniffen. Die weiße Atemwolke, die jedes mal beim ausatmen entstand, wurde vom Wind sofort zerissen.

Der Zwerg, der sich seinen Weg über das eisige Hochland von Netron bahnte trug den Namen Krel.

Seine Kleidung war abgetragen und an vielen Stellen mit Flicken ausgebessert. Auf seinem Rücken trug er neben einer Axt zusätzlich noch einen Beutel, der jedoch leer zu sein schien.

Er blieb stehen, hob den Kopf gen Himmel um abzuschätzen ob eine Verbesserung des Wetters möglich schien. Doch der Himmel zerstörte seine vage Hoffnung umgehend. Die tiefgrauen Wolken hingen tief und bildeten ein undurchdringliches Bollwerk. Seufzend begann er weiter durch den weißen, unberührten Schnee zu stapfend.

In seinem Hinterkopf wusste er, dass er zu langsam war. Das er hätte rennen müssen um sein Ziel noch rechtzeitig zu erreichen. Krel war ausgesandt worden um die Festung Aramath zu warnen, die am Ende jenes Plateaus befand das er gerade durchwanderte. Die Festung war in diesen Monaten nur mit einem Minimum von Streitkräften besetzt, die sich tief in ihrem inneren um die großen Kamine drängten um dem unwirtlichen Wetter zu entkommen. Man verließ sich darauf, dass die Orks sich bei diesen Umständen ebenfalls ruhig Verhalten würden.

Doch diesmal schien die Lage anders zu liegen, die Orks hatten bereits einige Winterfeldzüge geführt und dabei bereits mehrer Dörfer dem Erdboden gleichgemacht um ihre Nahrungsvorräte aufzustocken. Späher berichteten davon, dass sich ihre Armeen im Nebelgebirge sammelten und gen Westen zogen.

Krel verfluchte den plötzlichen Schlechtwettereinbruch. Bei guten Bedingungen wäre er längst an seinem Ziel angelangt. Nun musste er befürchten, dass sich die Orkgruppierungen zwischen ihn und die Festung schoben.

Er hastete voran. Die Landschaft änderte sich nun langsam. Er ließ die unbewachsene Ebene hinter sich und drang in die tiefen Tannenwälder ein, die für diese Region so typisch waren. Zwischen den Bäumen lag weniger Schnee und auch der Wind blies hier nicht mehr so heftig, sodass er nun erheblich schneller vorankam. Gegen Ende des Tages sollte er die Feste erreichen.


Krel begann sich zu beruhigen und sich Gedanken über die nächsten Schritte zu machen. Wenn er die Feste erreicht hatte, mussten sie schnell handeln. Die Orks waren nicht mehr länger die tumben Schlächter, die sie noch vor ein paar Sonnenzyklen gewesen wären. In ihnen wohnte nun viel mehr eine dunkle, bösartige Intelligenz, die ungleich gefährlicher war. Sie schickten sich an die Verhältnisse der bekannten Welt neu zu ordnen. Die ersten Königreiche waren bereits in ihre Hände gefallen, ohne dass ihnen etwas entgegengesetzt hätte werden können.

Die Zwerge und die Elben waren zu sehr mit ihren eigenen Konflikten beschäftigt um sich um das Schicksal der Menschenreiche zu kümmern, die Menschen ihrerseits konnten den körperlich überlegenen Orks nichts entgegensetzten. Infolge hatte es blutige Massaker gegeben, tausende waren auf der Flucht gestorben.


Die Tannen begannen sich zu lichten, die Berge in die die Festung gehauen war tauchten am Horizont auf. Der Weg dazwischen war frei. Krel dankte seinen Göttern, dass sie ihm weitere Prüfungen ersparte, die nächsten Tage würden anstrengend genug werden.

14.12.08 17:37, kommentieren

Prelude - Der Sinn des Lebens! Welcher Sinn!?

"denken sie zurück an ihre schulzeit! an was erinnern sie sich? große partys, alkoholexzesse, die erste liebe – auf jeden Fall wohl eine Menge Spaß, neue Erfahrungen, freude. kein wunder, denn schließlich verdrängt das menschliche gehirn im nachhinein die schlechten erinnerungen. deswegen sprechen ja auch alle von der „guten alten Zeit.“

die schulzeit, ist zumindest für manche, völlig anders. ich bin einer von ihnen und ich steckte noch mittendrin. ich verbinde die Schulzeit nicht unbedingt mit den oben genannten begriffen. natürlich lässt sich um einige kein bogen machen, aber sie haben alle einen bitteren beigeschmack. alleine die schule. mein verhältnis zu ihr und den lehrern lässt sich am besten mit einer textzeile von dynamite deluxe darlegen:


"und weil ich diese scheiße hasse,

kick ich jetzt raps und schreib’ in klatte.
lass' dabei keinen rand mehr für korrekturen mit dem rotstift.
denn es sind meine gedanken, macht's sinn, dass du sie benotest?«


raps kicken tat ich zwar nicht, der rapmusik im allgemeinen war ich allerdings nicht abgeneigt. aber es stimmte. die lehrer kotzten mich an mit ihrem rechtgehabe, mit ihrer einschläfernden weise uns so genanntes »wissen« zu vermitteln was wir nie brauchen würden, mit der ignoranz für unsere, von der pubertät gebeutelten gefühle, mit ihrer willkür. trotzdem war ich auf einem gymnasium und zwar mit nicht üblen noten. das einzige was einem großartiges rebellentum brachte war ein hauptschulabschluss, der gang zum arbeitsamt und lebenslange bezüge von hartz IV. so hasste ich die schule im stillen, machte das was die lehrer von mir verlangten mehr oder weniger gründlich und vergaß den ganzen scheiß sobald ich zu hause war."


ich schrieb diese gedanken vor zwei jahren nieder. die aussagen von einem gefrusteten teenager, der sich vom leben verarscht fühlte! fühlte, schön wärs! um so älter man wird, um so klarer wird einem, dass die welt in der wir leben keine antworten bietet, keine absoluten zumindest.

ja wir leben. doch was ist dieses leben. welchen sinn hat es zu leben? das sind die großen fragen auf die man zwangsläufig immer zurückkommt, in eben diesem leben. trotzdem ist es kein kreis in dem wir uns befinden. die zeit verhindert das wir wieder an der gleichen wegbiegung ankommen und uns noch einmal neu entscheiden können. die kreuzung mag ähnlich aussehen, doch es ist nie diesselbe! verstehen sie was ich meine?

der sinn des lebens, dieses „warum verdammtnochmal bin ich überhaupt hier?“ ist wohl eine der meistdiskutiertesten fragen der menschheit. im endeffekt gibt es aber wohl nur eine gültige antwort darauf: der sinn ist, dass ich existiere. geschwafel von einer „höheren bestimmung“ etc. dienen nur dazu die angst vor der eigenen unwichtigkeit zu verschleiern. Wir leben in einem Geflecht von Menschen, dass uns hält und unserem leben einen relativen sinn gibt - aber nur einen relativen sinn. nehmen sie meinen rat an, beschränken sie sich auf das existieren, alle anderen Pfade führen ins nichts.

im laufe der zeit wird sich meine sichtweise bestimmt noch verändern. doch dies ist was ich heute fühle. eine einsamkeit die durch nichts gefüllt werden kann. das gefühl des verloren seins, in der mitte einer enthusiastischen menge.


was das jetzt alles sollte? Eine gefrustete aussage eines dummen loosers, der sich über die welt beklagt? blödes geschwafel?

vielleicht. für mich ist es der erste schritt einer reise deren ziel, oder sollte ich passenderweise sagen ende für mich unbestimmt ist.


danke fürs lesen,

peace!


13.12.08 21:58, kommentieren