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Prelude - Der Sinn des Lebens! Welcher Sinn!?

"denken sie zurück an ihre schulzeit! an was erinnern sie sich? große partys, alkoholexzesse, die erste liebe – auf jeden Fall wohl eine Menge Spaß, neue Erfahrungen, freude. kein wunder, denn schließlich verdrängt das menschliche gehirn im nachhinein die schlechten erinnerungen. deswegen sprechen ja auch alle von der „guten alten Zeit.“

die schulzeit, ist zumindest für manche, völlig anders. ich bin einer von ihnen und ich steckte noch mittendrin. ich verbinde die Schulzeit nicht unbedingt mit den oben genannten begriffen. natürlich lässt sich um einige kein bogen machen, aber sie haben alle einen bitteren beigeschmack. alleine die schule. mein verhältnis zu ihr und den lehrern lässt sich am besten mit einer textzeile von dynamite deluxe darlegen:


"und weil ich diese scheiße hasse,

kick ich jetzt raps und schreib’ in klatte.
lass' dabei keinen rand mehr für korrekturen mit dem rotstift.
denn es sind meine gedanken, macht's sinn, dass du sie benotest?«


raps kicken tat ich zwar nicht, der rapmusik im allgemeinen war ich allerdings nicht abgeneigt. aber es stimmte. die lehrer kotzten mich an mit ihrem rechtgehabe, mit ihrer einschläfernden weise uns so genanntes »wissen« zu vermitteln was wir nie brauchen würden, mit der ignoranz für unsere, von der pubertät gebeutelten gefühle, mit ihrer willkür. trotzdem war ich auf einem gymnasium und zwar mit nicht üblen noten. das einzige was einem großartiges rebellentum brachte war ein hauptschulabschluss, der gang zum arbeitsamt und lebenslange bezüge von hartz IV. so hasste ich die schule im stillen, machte das was die lehrer von mir verlangten mehr oder weniger gründlich und vergaß den ganzen scheiß sobald ich zu hause war."


ich schrieb diese gedanken vor zwei jahren nieder. die aussagen von einem gefrusteten teenager, der sich vom leben verarscht fühlte! fühlte, schön wärs! um so älter man wird, um so klarer wird einem, dass die welt in der wir leben keine antworten bietet, keine absoluten zumindest.

ja wir leben. doch was ist dieses leben. welchen sinn hat es zu leben? das sind die großen fragen auf die man zwangsläufig immer zurückkommt, in eben diesem leben. trotzdem ist es kein kreis in dem wir uns befinden. die zeit verhindert das wir wieder an der gleichen wegbiegung ankommen und uns noch einmal neu entscheiden können. die kreuzung mag ähnlich aussehen, doch es ist nie diesselbe! verstehen sie was ich meine?

der sinn des lebens, dieses „warum verdammtnochmal bin ich überhaupt hier?“ ist wohl eine der meistdiskutiertesten fragen der menschheit. im endeffekt gibt es aber wohl nur eine gültige antwort darauf: der sinn ist, dass ich existiere. geschwafel von einer „höheren bestimmung“ etc. dienen nur dazu die angst vor der eigenen unwichtigkeit zu verschleiern. Wir leben in einem Geflecht von Menschen, dass uns hält und unserem leben einen relativen sinn gibt - aber nur einen relativen sinn. nehmen sie meinen rat an, beschränken sie sich auf das existieren, alle anderen Pfade führen ins nichts.

im laufe der zeit wird sich meine sichtweise bestimmt noch verändern. doch dies ist was ich heute fühle. eine einsamkeit die durch nichts gefüllt werden kann. das gefühl des verloren seins, in der mitte einer enthusiastischen menge.


was das jetzt alles sollte? Eine gefrustete aussage eines dummen loosers, der sich über die welt beklagt? blödes geschwafel?

vielleicht. für mich ist es der erste schritt einer reise deren ziel, oder sollte ich passenderweise sagen ende für mich unbestimmt ist.


danke fürs lesen,

peace!


13.12.08 21:58

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